Vorstellung neuer Bögen

In dieser Rubrik möchte ich Euch nicht etwa Neuerscheinungen vorstellen, sondern Modelle die ich mir zugelegt habe und die meiner Meinung nach eine genauere Vorstellung verdienen.


Baltimore Clipper BERBICE Lasercut Modell 1:72 von Shipyard

Der Baltimor Clipper BERBICE von Shipyard ist ja nicht ein Modell, das man noch nie gesehen hat.

Ich möchte hier aber den Umfang dieses Bausatzes vorstellen, der wohl exemplarisch ist für die komplett-Lasercut-Modelle von Shipyard.

Ich hoffe, mit dieser Vorstellung dem einen oder anderen bei der Kaufentscheidung zu helfen, damit man mal sieht, was genau dieser

Bausatz alles beinhaltet.    

Das Modell kommt in einem stabilen Karton im ca. A3 Format an. Darauf schon einige Fotos, die Hunger machen.

Öffnet man den Karton, so liegt zu oberst die Bauanleitung, ein A3-Heft in schöner Aufmachung, 20 Seiten in Polnisch, Deutsch und

Englisch.

Auf der inneren Umschlagseite finden wir Informationen zum Original. Was auf den nächsten 18 Seiten folgt ist eine Schritt für

Schritt Bauanleitung mit recht aussagekräftigen Detailfotos und kurzem Beschrieb des jeweiligen Bauabschnittes.

Ebenfalls enthalten ist eine Schemaskizze mit dem stehenden Gut mit einigen Details. Eine Draufsicht des Decks mit Angaben, wo die

Takelungen befestigt werden, mit zusätzlichen Detailskizzen mit Knoten und Befestigungsarten. Eine weitere ganzseitige Skizze zeigt, wie

und wo die Segel befestigt werden, auch hier mit Details.

Meine Fotos Fotos zeigen Beispielseiten aus der BA um einen Eindruck zu gewinnen.

Werfen wir einen Blick in den Karton, so finden wir eine Plastikeinlage mit mehreren Fächer, auf deren Inhalt ich später zurück komme.

Unter diesem Einsatz sind dann die eigentlichen Bauteile zu finden.

Es sind insgesamt 7 1/2 Bögen A3 mit laser geschnittenen Bauteilen. Diese sind je nach Verwendung in unterschiedlicher Stärke. Die

Spanten und Decks plus weitere Teile, die diese Stärke erfordern sind aus 1,2mm.

Die Planken und ein Grossteil der Bauteile aus 0,5mm, die Erstbeplankung des UWS und einige andere Bauteile aus 0,2mm Karton.

Des weiteren finden wir hier den Stoff-Segel-Satz, Segel- und Mastenschema und eine BA für die Blöcke.

 

Im Plastikeinsatz finden wir folgendes:

Ein kompletter Masten- und Rahensatz. Dieses sind aus Holz gefertigt, aber noch nicht konisch zu geschliffen.

Da die Bauteile ja noch nicht eingefärbt sind muss das der Modellbauer selber machen. Dazu enthält der Satz die benötigten Farben und

Pinsel.

Die benötigten Geschützrohre in Messing sind ebenso enthalten, wie Kupferdraht für Bügelschellen, Belegnägel, und sogar eine Rasierklinge

ist im Satz enthalten.

Takelgarn in vier verschiedenen Stärken und sämtliche benötigten Blöcke und Jungfern, sowie eine Rolle Kupferband für das UWS und zu

guter Letzt die Flagge runden den Umfang dieses Bausatzes ab.

 

So nach der ersten Durchsicht erscheint mir der Bausatz so vollständig, dass wohl kaum irgend etwas zusätzliches an Material notwendig

sein wird, um ein sehr schönes Modell zu bauen. Das ganze macht auf mich einen hervorragenden Eindruck.

Ich empfinde die BA auf den ersten Blick als umfangreich und verständlich. Die Fotos sind in sehr guter Qualität. Dies ist aber mein

Empfinden, BEVOR ich je ein solches Modell gebaut habe. Ich meine jedoch vielerorts gelesen zu haben, dass die BA ausführlicher und

detaillierter sein könnte.

Der komplette Bausatz kostet  €100.--. Das erscheint auf den ersten Blick ein recht hoher Preis, wenn man mit den "klassischen"

Baubögen vergleicht. Zieht man aber in Betracht, dass hier wirklich alles, also auch Stoffsegel. Blöcke/Jungfern, Lasergescnittenen Spanten,

etc. inklusive ist, relativiert sich dieser Preis meiner Meinung nach.

Wenn man den Modellbaubogen der BERBICE 1:96 als klassisches Kartonmodell kauft und dazu Segel-, Masten-/Rahen-, Blöcke und

Spantensätze kauft, kommt man annähernd auf den gleichen Preis.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Bausatz hier, oder das klassische Kartonmodell kaufen soll. Ich habe mich für dieses

entschieden, da mich die Herausforderung des bemalens reizt, und anderseits mir diese Art für den Einstieg in die historischen

Segler als recht gut erscheint, da ich mich hier auf das Modell konzentrieren kann und die Ausschneiderei erspare.